Prognose am Mittwoch Waldbrandstufe 5: Feuerwehren in Uelzen geben Hinweise zur Wald- und Flächenbrandprävention

(Uelzen, 14. Mai 2024). Angesichts der aktuellen Waldbrandstufe 4 in Stadt und Landkreis Uelzen appellieren die Uelzener Feuerwehren, Zigaretten nicht achtlos in die Natur zu werfen oder aus dem Autofenster zu entsorgen. Dadurch kann es unter Umständen schnell zu einem größeren Böschungs- oder Flächenbrand kommen. Grundsätzlich sollte man sich in diesen Tagen in Wald und Flur umsichtig bewegen. Auch Fahrzeuge sollten nicht auf trockenen Wiesen bewegt oder abgestellt werden. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation an der heißen Abgasanlage entzündet.

Das Abbrennen von Unkraut kann ebenfalls sehr gefährlich werden, da es schnell zu unkontrollierten Bränden kommen kann. Zum Abflammen von Unkraut ist in der Regel eine offene Flamme oder eine Wärmequelle, z. B. eine Propangasfackel erforderlich. Wird die Flamme zu nahe an brennbares Material wie Laub, trockenes Gras oder Holz gehalten, kann das Feuer schnell auf diese Materialien übergreifen.

Jährliche Gefahr durch rasche Ausbreitung von Bränden

Jedes Jahr müssen die Feuerwehren der Hansestadt Uelzen zu brennenden Hecken oder Zäunen ausrücken, weil zuvor Unkraut mit Gasbrennern abgeflammt wurde. Bisher verliefen die Brände meist glimpflich. Dennoch mahnt Simon Märtens, Sprecher der Feuerwehren zur Vorsicht: „Trockene Hecken und Zypressengewächse brennen wie Zunder. Vom Wind angefacht, stehen schnell mehrere Meter der Grünpflanzen in Vollbrand. Unmittelbar vom Übergreifen der Flammen bedroht sind dann angrenzende Holzzäune, Gartenhäuser, Carports und Wohnhäuser.“

Die Feuerwehren der Hansestadt Uelzen beobachten die Waldbrandgefahr sehr genau. Am morgigen Mittwoch wird die Waldbrandstufe 5 von 5 erwartet. Durch die gezielte Ausbildung der letzten Monate und Jahre im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus der Hansestadt Uelzen gut auf mögliche Einsatzsituationen in Wald und Flur vorbereitet. „Am besten ist es jedoch, wenn die Feuerwehr gar nicht erst ausrücken muss, weil Brände vorbeugend verhindert werden können“, fügt Märtens hinzu.

Wie immer gilt: Sollte wider Erwarten ein Schadenfeuer ausbrechen, zählt ab Brandausbruch jede Minute. Das Absetzen eines Notrufes ist trotz eigener Löschversuche in jedem Fall erforderlich. Nur so kann ein schnelles und effektives Eingreifen der Feuerwehr gewährleistet und ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Vegetation und Gebäude verhindert werden.


PM